Frühlingserwachen...?

Am Donnerstag konnten wir uns wieder erfolgreich 4 Stunden für unser Praktikum aufschreiben ohne wirklich eine Unterrichtsstunde vorbereitet zu haben  Diesmal auch ohne allzu peinliche Zwischenfälle....da der Donnerstag demnach uninteressant für euch ist, kommen wir zum Freitag.

Die Agenten Doppelnull brauchen ihre Lizenz zur Inkompetenz nicht länger ! (Hoffentlich freuen wir uns da mal nicht zu früh...)

Der Tag begann wie jeder andere in Riga: beschissen. 6.30 klingelte der Wecker, nachdem wir schon gegen 4 Uhr von heimkehrenden, partywütigen Ausstauschstudenten geweckt wurden, die nichts besseres zu tun hatten als lautstark auf dem Gang rumzugrölen. Wären wir nicht zu müde gewesen, hätten sie mal erfahren, wie sich gute deutsche Ohrfeigen anfühlen. Mittlerweile verfluchen wir auch unsere Gutmütigkeit, die uns davon abhielt beim Verlassen des Wohnheims um 7.45 gegen alle Zimmertüren zu hämmern.

Auf dem Weg zur Uni zeigte sich schon im Trolley Bus Nr. 15, dass heute unser Glückstag sein musste. Der Bus war um diese Zeit natürlich völlig überfüllt - mit alten Menschen, die driiiiingend 8 Uhr in der Stadt mussten, um ihren straffen Zeitplan einhalten zu können. Das eigentliche Problem bestand darin, dass wir keine Möglichkeit hatten bis zum Busfahren durchzudringen, um Fahrtkarten zu kaufen. Hier muss erwähnt werden, dass in Riga rigoros Kontrollen durchgeführt werden und Schwarzfahren mit dem Tod bestraft wird. Irgendwann gelang es uns doch noch, den Busfahrer zu erreichen und zu legalen Mitfahrern zu werden - ungefähr zwei Minuten bevor 4 Kontrolleure einstiegen, die keine Probleme hatten sich durch den überfüllten Bus zu drängen. Schwein gehabt.

In der Uni angekommen war der Ärger der Morgenstunden jedoch vergessen, denn zum ersten Mal hatten wir das Gefühl, dass alles gut wird. Das Hospitieren bei den Deutsch-Anfängern lief prima und endlich sind wir auch an eine kompetente und nahezu den deutschen Vorstellungen von „gut organisiert“ entsprechende Lehrerin geraten. Nun steht auch fest, wann wir wen unterrichten: Montags das erste und das dritte Studienjahr der Anglisten (Deutsch als zweite Sprache) und Dienstags das erste Studienjahr der Germanisten. Damit bekommen wir die geplanten 10 Stunden Unterricht pro Woche mit nur 2 Tagen Arbeit voll

Zur Belohnung ging es in die Altstadt, den nicht ganz so hässlichen Teil Rigas. Wir konnten erste Shoppingerfolge verzeichnen


Von nun an geht’s bergauf....und der Schnee auf den Mülltonnen vor unserem Fenster scheint auch zu tauen...Hasch mich, ich bin der Frühling!

 PS: Beim Durchgucken der Smileys sind wir hierauf gestoßen:   Kennt ihr die Geräusche, die die Laserschwerter bei Star Wars machen? Die Ampeln in Riga geben die gleichen nervtötenden Laute von sich - Der Laserkrieg ist ausgebrochen - Möge die Macht mit uns sein !

27.2.10 11:04

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